Rohmilch-Käse und EHEC-Problematik

Viele Käsekunden sind durch die Diskussion über eine mögliche EHEC-Gefährdung durch Milchprodukte und Käse, insbesondere durch Rohmilchkäse stark verunsichert. Die folgende Kurzinformation fasst die wichtigsten Zusammenhänge von Käse-Verzehr und einer möglichen EHEC-Infektion zusammen.

Infektionswege des Erregers

Nach bisherigem Kenntnisstand gelangen die EHEC-Bakterien, als klassische Darmbewohner über den Kot der Tiere in die Umwelt und letztlich zum Menschen, der sich über den Mund infizieren kann. Eine direkte Infektion der Milch im Organismus der Kuh, lässt sich weitgehend ausschliessen. Die meisten erkrankten personen haben sich nicht primär an Lebensmitteln oder Tierexkrementen, sondern über Ausscheider (= Infizierte Personen, die nicht erkranken, aber den Erreger ausscheiden) innerhalb ihrer Familie angesteckt.

EHEC-Bakterien und Käse

Rohmilch-Hartkäse:
nach verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen ist zweifelsfrei bewiesen, dass beim Hartkäse durch einen Reifeprozess von mindestens 3 Monaten alle pathogenen keime inaktiviert werden. Die von uns gelieferten Rohmilch-Hartkäse werden erst nach einer mindestens dreimonatigen Reifezeit an den Handel gegeben.

Rohmilch-Weichkäse:
unterliegt den gleichen, äusserst strengen Hygienebestimmungen wie Vorzugsmilch, diese Bestimmungen müssen fortlaufend überprüft werden. Der über uns vertriebene Rohmilch-Weichkäse (Wiesenbrie) wird in dieser Weise kontrolliert. Bei den Untersuchungen wurden auch eine Freiheit von EHEC-Erregern festgestellt. Kopien der Untersuchungsergebnisse liegen uns vor.

Käse aus pasteurisierter Milch:
alle übrigen ÖMA-Käse werden aus erhitzer Milch hergestellt. Die Erhitzung muss so vorgenommen werden, dass pathogene Keime abgetötet werden. Die milchverarbeitenden Betrieben werden alle auf Einhaltung dieser Bestimmung kontrolliert und müssen über jeden Produktions-Vorgang buchführen.

Es bleibt festzustellen, dass die ÖMA-Käsereien alles, was nach derzeitigem Erkenntnisstand an Vorsichtsmassnahmen in Sachen EHEC praktiziert werden kann, auch realisieren und dass es bislang keine Hinweise auf eine Gefährdung beim Einhalten der aufgezeigten Vorgehensweise gibt.
Die Entscheidung, wie mit einem, wenn auch minimalen, Rest-Risiko beim Rohmilch-Käse umgegangen wird, muss jeder Verbraucher für sich selbst entscheiden.
sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, können Sie sich auch direkt an uns wenden.

ÖMA-d’Beers-GmbH, Immenrieder Str. 4, 88353 Kisslegg